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Online-Vegan-Shops im Test – Teil 3

Posted by Holger - 28 Februar 2009

Weiter geht es mit dem Selbstversuch, im Internet vegane Produkte zu bestellen. Welche Anbieter sind gut, welche hingegen nicht empfehlenswert? Hier mein persönlicher Erfahrungsbericht. Die ersten beiden Teile finden Sie hier und hier.

Heute berichte ich über den Versuch, bei so-ja.de fündig zu werden. So viel sei schon verraten: ein vergeblicher Versuch…

http://www.so-ja.de

Bei so-ja.de habe ich nichts bestellt. Über den Bestellvorgang, die Kaufabwicklung, Service, Schnelligkeit und so weiter kann ich daher nichts sagen. Da so-ja-.de allerdings auf meiner durch Zufallssystem ermittelten Versuchsliste stand, möchte ich erläutern, warum ich von einer Bestellung Abstand genommen habe.

Zunächst einmal hat mich die Seite abgeschreckt. Klicke ich auf „Produkte“ –> „Naturkost“ baut sich eine Tabellenwüste auf. Ganz oben werde ich informiert: „Anzahl der Datensätze: 425“. Offensichtlich ist bei so-ja.de noch nicht angekommen, dass auch das Internet von sinnlichen Eindrücken lebt. Die angebotenen Produkte möchte ich gerne sehen. Bei Ebay hat das der Hobbyverkäufer verstanden und knipst daher die alten CDs, die er versteigern will – obwohl jeder weiß, wie die aussehen. Doch das Bild ist wichtig. Auch orientiere ich mich schneller an den Fotos. Soll ich denn nun wirklich 425 Textzeilen durchlesen, um vegane  Bratwürste zu finden?
Dann erfüllt die Seite nicht die Erfordernisse, die nach Rechtslage ein gewerbetreibendes Unternehmen bei seiner Internetpräsenz zu erfüllen hat: man muss von jeder Seite aus mit einem Klick zum Impressum gelangen. Dieses muss auch so heißen (alternativ noch „Kontakt“). Das hat etwas mit Verbraucherschutz zu tun. Denn die Verbraucherin soll schnell ausfindig machen können, mit wem sie es eigentlich zu tun hat.
Dieser juristische Kram fiel jedoch nicht so arg ins Gewicht wie der letzte Punkt. Wenn ich bei so-ja.de bestelle und mit meiner Geschäftspartnerin, also dem Online-Shop telefonisch in Kontakt treten will, so muss ich eine kostenpflichtige Sonderrufnummer wählen. 12 Cent pro Minute sind dann fällig. Dergleichen stinkt mir schon bei großen Konzernen, die zwar an meine Brieftasche wollen, ansonsten jedoch gerne Abstand zum Kunden zu halten versuchen. Der Kunde scheint zu stören. Also werden Hürden eingebaut, dass man nicht wegen seiner Anfragen, Beschwerden etc. zu lange nervt. Kostenpflichtige Rufnummern sind ein deutliches Signal, dass Kundenkontakt unerwünscht ist. Geschäfte, die eine derartige Philosophie präsentieren, unterstütze ich grundsätzlich nicht.
Daher habe ich auf eine Bestellung bei diesem Unternehmen verzichtet. 

Mein Fazit: so-nicht.

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2 Antworten to “Online-Vegan-Shops im Test – Teil 3”

  1. Soa said

    Hmm…also ich bin mit diesem Shop mehr als zufrieden (und nein, ich hab auch keinen Kontakt zu den Betreibern oder so). Ich bestelle dort mind. einmal im Jahr einen Vorrat an Zahncreme (weil die dort am günstigsten ist) + ein paar Extras oder so. Und bisher lief immer alles super – Kommunikation, Reaktionszeit, Lieferung, usw.

    Ich gebe zu, dass der Aufbau des Shops ein wenig gewöhnungsbedürftig ist. Man kann aber auch die Artikel nach Rubriken aufrufen – damit minimiert sich die Anzahl der Datensätze auf eine überschaubare Menge (es gibt sogar special Rubriken wie „Ostern“). Klickt man dann auf die jeweilige Bestellnummer, erhält man neben einem Bild auch eine ausführliche Beschreibung zum Produkt, inklusive Zutaten und sogar die Anbauart (bio, konventionell). Solche detaillierte Infos fehlen mir oft in anderen Shops.

    Und zur kostenpflichtigen Hotline kann ich nur sagen:
    1. gibt es die Möglichkeit des „Callback-Service“ (man schickt einen kurze Nachricht per Formular und wird zurück gerufen) zu nutzen oder
    2. man kommuniziert per Mail.

    Den Callback-Service hab ich zwar noch nicht in Anspruch genommen, aber emailtechnisch wurde ich bisher noch nicht enttäuscht. 😉

    Also meine Meinung: Gib dem Shop noch ne Chance! Die haben einige Produkte in ihrer Liste, die ich sonst kaum in anderen Shops finde…

    🙂

  2. Holger said

    Hallo Soa,

    Danke für Deine Ergänzung.

    Sie zeigt, dass meine Beschreibungen der veganen Online-Shops subjektiv sind. Es ist gut, dass andere mit dem Shop zurecht kommen. Für mich ist der Aufbau des Shop-Systems, die Darstellung etc. überhaupt nicht geeignet. Die billige Zahncreme hätte ich dort nie gefunden 😉
    Für einen guten Service, eine Internetseite, die sich von selbst erklärt und auf der ich Produkte schnell und übersichtlich finde, die Möglichkeit, selbst anzurufen und nicht auf einen Call-back zu warten, die Möglichkeit, auch ohne meine Rufnummer preisgeben zu müssen in Kontakt treten zu können etc., also all die Dinge, die ich unter den Begriff „Service“ rubriziere, sind mir wichtig. So wichtig, dass ich für mich sagen kann: so-ja.de ist für mich nicht der richtige Shop.

    So hat jeder seine Highlights 😉

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